Warum tun Massagen gut?

Massagen tun gut und sind so verwöhnend, weil der Körper auf die Massage reagiert. Massagen mit moderatem Druck setzen das Hormon Oxytocin frei. Massagen mit starkem Druck lassen Endorphine ausschütten. Die vermehrte Ausschüttung von Oxytocin durch eine Massage mit moderatem Druck führt zur Abnahme des Stressgefühls. Ängste weerden gelöst und ein Gefühl der Verbundenheit stellt […]

Massagen tun gut und sind so verwöhnend, weil der Körper auf die Massage reagiert. Massagen mit moderatem Druck setzen das Hormon Oxytocin frei. Massagen mit starkem Druck lassen Endorphine ausschütten.

Die vermehrte Ausschüttung von Oxytocin durch eine Massage mit moderatem Druck führt zur Abnahme des Stressgefühls. Ängste weerden gelöst und ein Gefühl der Verbundenheit stellt sich ein. Man vertraut einem anderen Menschen mehr und fühlt sich ihm näher. In der Folge hat man das Verlangen nach mehr Berührung, was zu weiterer Oxytocin Ausschüttung führt.

Die Wirkungen des Oxytocins sind hauptverantwortlich dafür, dass eine Massage verwöhnend wirkt.

Ein Grund warum Massagen mit starkem Druck gut tun sind wahrscheinlich die Endorphine.

Endorphine sind körpereigene Morphine, die 1975 entdeckt wurden. Sie werden auch als natürliches Opium bezeichnet. Sie können von den hornbildenden Zellen der Haut produziert und als Reaktion auf einen Schmerzreiz ausgeschüttet werden.

Das kann der Fall sein bei Massagen, die weh tun. Eine Massage kann weh tun, wenn sie mit starkem Druck ausgeführt wird oder wenn schmerzhafte Punkte, so genannte Trigger Punkte, zerrieben werden.

Eine Bindegewebsmassage ist eine mitunter sehr schmerzhafte Massageform. Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass in einer Studie gezeigt werden konnte, dass die Konzentration von beta-Endorphin, das häufigste körpereigene Endorphin, nach einer Beindegewebsmassage im Blutplasma signifikant anstieg.

Beta-Endorphin wirkt stark schmerzstillend. Weiters sind Endorphine für das Glücksgefühl verantwortlich. Das erklärt, warum Kunden beim Weggehen nach einer festen Massage sagen, sie schweben jetzt wie auf Wolken dahin. Der Schmerz von den festen Massagegriffen hat nachgelassen und das wohltuende Gefühl der Morphinwirkung hat sich ausgebreitet.

Ein weiterer Grund warum Massagen mit moderatem Druck gut tun können ist der, dass sie auf das vegetative Nervensystem wirken.

Das vegetative Nervensystem gliedert sich in einen sympathischen und einen parasympathischen Anteil. Über den Sympathikus werden anregende, leistungsfördernde Reize vermittelt, während über den Parasympathikus erholungsfördernde Impulse verlaufen.

Es hat sich in Studien gezeigt, dass durch Massagen mit moderatem Druck der parasympathische Teil des vegetativen Nervensystems angeregt wird.

Der Vagus ist der größte Nerv des parasympathischen Nervensystems. Er wird auch als Ruhenerv bezeichnet, da er dem Stoffwechsel, der Regeneration und dem Aufbau körpereigener Reserven dient. Er sorgt für Ruhe, Erholung und Schonung.

In dieser Studie mit gesunden Erwachsenen konnte auch nachgewiesen werden, dass durch eine 15-minütige Massage mit moderaten Druck die sympathische Aktivität zugunsten der parasympathische Aktivität des autonomen Nervensystems abnimmt. Es kommt zu einem so genannten shift von sympathischer zu parasympatischer Aktivität.

Ein weiterer Grund, warum eine Massage wohltuend wirken kann ist, dass die Massage den Verlauf der Energiebahnen im Körper berücksichtigt. Dadurch wird dem Körper Energie zugeführt und mit mehr Energie fühlt man sich auch gleich wohler.

Der Bauch ist das energetische Zentrum des Körpers. Die Lebensenergie Qi fliesst durch den Körper und sammelt sich in den Organen. Zuständig für den reibungslosen Qi-Fluss in Körper, Geist und Seele ist die Leber.

Die funktionelle Leistungsfähigkeit eines Organes hängt vom Qi des Organes ab. Blockaden im Fluss der Energie wirken sich nicht nur auf unser körperliches sondern auch auf unser seelisches Befinden aus.

Ein blockierter Qi Fluss im Bereich der Leber und Gallenblase führt zu Wut, Zorn und Groll.

Die Leber beherbergt auch die Wanderseele HUN. Sie speichert alle erlebten Ereignisse und verarbeitet die Eindrücke des Tages in der Nacht. Für HUN ist es wichtig, dass die Leber ausreichend Energie hat. Bei Leber Qi Mangel kann es deshalb zu Albträumen und Schlafstörungen kommen, da die Wanderseele HUN nicht zur Ruhe kommt.

Die Gallenblase ist zuständig für die Speicherung und Ausscheidung der Galle. Emotional ist die Gallenblase für die Durchführung von Entscheidungen und Plänen zuständig.

Mit Hilfe der Leber ist die Gallenblase zuständig, den individuellen Lebensplan eines jeden Menschen umzusetzen.

Die Leber ist im Bereich des rechten Oberbauches gelegen und der Beeinflussung durch Massage über ihre Repräsentation an der Körperoberfläche im Bereich der Haut des rechten Oberbauches zugänglich. Das funktioniert über den so genannten cuti-viszeralen Leitungsbogen.

Die Massage in diesem Bereich hat zum Ziel, die Leber Qi Stagnation aufzuheben und die Energie wieder zum ungehinderten Fließen zu bringen. Das wirkt sich lösend auf die durch die Energieblockade verursachten negativen Emotionen aus.

Eine Bauchmassage wird daher auch als sehr wohltuend empfunden.

Mal klopft, mal reibt er. Mal streicht er über die Haut, mal zieht er an ihr. Ein Masseur, in der klassischen Knet-Kur geübt, hat vielfältige Techniken. Und jeder Masseur macht es ein bisschen anders und drückt so – im wahrsten Sinne des Wortes – seinen Patienten die eigene Handschrift auf.
Die klassische Massage verschreiben Ärzte am häufigsten. Sie soll die Durchblutung von Muskeln, Haut, Sehnen und Bindegewebe fördern und Verspannungen lockern. Sie versetzt den Stoffwechsel in Wallung und macht Botenstoffe, die uns Schmerzen spüren lassen, schneller unschädlich.
Bei einer Massage bildet der Körper weniger Stresshormone, wirft aber mehr Glücks- und Entspannungs-Botenstoffe aus, etwa Endorphine oder Oxytocin. Und weil das Gemüt durch die Muskelentspannung, durch das wohlig-warme Gefühl und die Zuwendung des Masseurs besänftigt wird, können auch die Schmerzen verschwinden.
Meistens schreibt ein Arzt ein Rezept für zehn Massagen, ein Eigenanteil muss selbst übernommen werden. Allerdings hat nach der Gesundheitsreform die Verschreibungs-Freudigkeit der Ärzte stark abgenommen.
Geeignet bei Verspannungen und Hexenschuss
Massagen helfen bei Verspannungen oder verhärteten Muskeln. Auch bei Hexenschuss können sie erfolgreich sein. In vielen Fällen aber hilft Massage nur kurzfristig, weil Fehlhaltungen, schwache Muskeln und zu wenig Bewegung den Rückenschmerz wieder auf den Plan rufen.
Bei chronischen Rückenschmerzen empfehlen Ärzte daher Massagen in Kombination mit anderen Behandlungsmethoden wie zum Beispiel der Physiotherapie. Ziehen Ihre Rückenschmerzen allerdings ins Bein, kann eventuell ein gereizter Ischiasnerv oder ein Bandscheibenvorfall dahinter stecken. Massage wäre in diesen Fällen falsch – sie würde die Nerven nur zusätzlich reizen.
Risiken und Nebenwirkungen
Auch wenn Ihr Masseur Sie mit viel Druck regelrecht durchwalkt – Sie brauchen keine Angst zu haben vor Verletzungen. Voraussetzung ist natürlich, dass der Therapeut ein erfahrener Fachmann ist. Wenn Sie allerdings ein schwaches Herz haben, eine Haut- oder eine Venenkrankheit wie Krampfadern oder schwere Beine, verzichten Sie lieber auf Massagen. Dasselbe gilt bei Fieber und Entzündungen, für Verletzungen, Brüche und fortgeschrittene Osteoporose.
Dass Massage bei akuten Rückenschmerzen hilft, konnten Studien nicht belegen. Denn ob die Schmerzen innerhalb von vier Wochen auch ohne die Knet-Kur wieder verschwunden wären, lässt sich nicht nachweisen. In Kombination mit einer Bewegungstherapie aber kann Massage bei chronischen Rückenschmerzen nachweislich zur Linderung beitragen.
Das bringt es Ihnen langfristig
Massage ist eine passive Behandlungsmethode: Sie liegen nur da, lassen sich kneten und walken, erleiden oder genießen das – je nachdem. Sie selbst aber werden dabei nicht aktiv. Daher kann Ihnen eine Massage als alleinige Therapie langfristig nicht helfen. Sie müssen gegen Ihre chronischen Rückenschmerzen zusätzlich selbst etwas tun. Am besten lassen Sie sich von einem Physiotherapeuten Rücken stärkende Übungen zeigen, die Sie regelmäßig zu Hause machen können.

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